katzenstreuner oskar

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zur entstehungsgeschichte dieses weblogs:



eines schönen sommertages lag ich in meinem garten mit einem kleinen kater, der sich mir seit einigen tagen angeschlossen hatte und der in der gleichen straße wohnt wie ich. nicht zum ersten mal fragte ich mich, was katzen eigentlich so anziehend für frauen macht - und die beantwortung der frage war selbstevident: katzen sind kuschelig, präsent, nah, lieb, zärtlich, genießerisch, interessiert, aufmerksam; aber auch unabhängig, eigensinnig, individualistisch und geheimnisvoll, und darüberhinaus - bei bedarf - helden und räuber.



das fing ich an zu fotografieren und so entstanden unter dem arbeitstitel „warum lieben frauen katzen?“ erweitert wurde - die beigefügte fotoserie. sie richtet sich an katzenliebhaber, männerliebhaber (das impliziert auch frauenliebhaber) und hinterhof/stadtgarten-liebhaber.



nicht das thema: tierfotografie. thema der tierfotografie ist es in den meisten fällen das tier an sich, die katze, den otter oder den eisbär in idealisierender, ästhetisierender oder verniedlichender manier darzustellen.



das thema: ich fotografiere den alltag eines katers in einer kleinen, abgegrenzten welt, in der er durch die höfe und gärten streunt. dabei durchwandert er eine fülle von situationen und emotionen, die in ihrer unterschiedlichkeit in den fotos eingefangen sind. mal ist er sanft, liebedürftig, süß, dann wieder genervt, gereizt, skeptisch, nicht ansprech- und nicht anfassbar. auch das dunkle, geheimnisvolle seines lebens kommt in den fotos zum ausdruck.



technik: bei den fotos geht es weniger um technische perfektion, als vielmehr um den spontanen, lebendigen, humorvollen, melancholischen augenblick. die fotos sind manchmal unscharf oder der kopf ist abgeschnitten, manchmal der ausschnitt heikel oder das ganze foto gedreht, aber immer kommt es es zu einer unmittelbareren bildaussage.



ich zeige die welt des katers wie sie ist, in ihrer realistischen stadt-wirklichkeit. blecheimer, straßensituationen, autos sind auf den fotos ebenso abgebildet wie idyllische terrakottapflanzen, kräuterecken, zierkürbisse etc. - eben was die straße, der garten, der hof anbieten.



der kater bekam von mir kein mützchen aufgesetzt und wurde nicht geblitzt. ging ihm die fotografiererei auf die nerven (signalisiert durch lautes maunzen) habe ich aufgehört. etliche male hat er mich an gartenzäunen, hofeinfassungen und über garagendächer abgehängt.



seine stimmung war nie ein zweites mal herzustellen: nicht der skeptizismus von „nicht jede geschichte abkaufen“, nicht das überschnappen von „nicht ausrasten, bloß weil der nachbar mal eine kirsche pflückt“ oder die ratlosigkeit in „nicht immer alles gleich auf anhieb verstehen“.



die fotos beziehen ihre pointe aus den bildideen und dem text. die bildunterschriften der fotos sind nicht austauschbar und stellen eine einheit mit dem text her - es ist eine erzählende fotogeschichte.



es ist eine sentimentale remineszenz von mir, denn der katzenstreuner oskar ist längst weitergezogen, aber ich hoffe, dass es ihm gut geht.



aber nun endlich der held dieses weblogs: oskar.











viel spaß,





anobella
4.1.04 12:33


warum lieben frauen katzen?
weil sie meister der zarten gesten sind.

23.12.03 14:21



weil sie schnell sind.

23.12.03 14:20



weil ihnen statussymbole egal sind.

23.12.03 14:39


weil unsere geschichten sie so brennend interessieren, dass sie dabei niemals gähnen würden.

23.12.03 14:45


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